
Wo du stehst, bestimmt, was du siehst und was du nicht siehst; es bestimmt auch der Winkel, aus dem du es siehst; eine Änderung dessen, wo du stehst, ändert alles.
Steve de Shazer
Vor sehr langer Zeit begegnete mit das Zitat von Steve de Shazer (Psychologe und Gründer der lösungsfokussierten Therapie) und beeindruckte mich nachhaltig: du hast die Möglichkeit, zu lernen und zu verändern, sofern du dich wagst, die Dinge anders (von wo anders) zu betrachten.
Gerade bei Kindern mit Lern- und/oder Entwicklungsschwierigkeiten ist die Ressourcen- und Lösungsorientierte Haltung ein Gewinn und kann Prozesse mit mehr Leichtigkeit ermöglichen.
Auch zu meinem geographischen Lebenslauf passt die Aussage von Steve de Shazer zu mir: in Luzern geboren, in der Stadt
St.Gallen aufgewachsen, habe ich vor fast 30 Jahren ob dem Thunersee mein Zuhause gefunden. In meinem alten Haus lebe ich inmitten der Natur mit meinem Partner und meinem Sohn und unseren Tieren. Eine Möglichkeit, den Alltag hinter mir zu lassen und vieles realativiert sich so nebenbei und lässt Reflexionen, Ideen oder sogar Lösungen entstehen.
Die Freude am Lernen, in jeder Hinsicht (als "Stadtkind" musste ich mir vieles aneignen, damit mein Garten gedeiht und meine Schafe zufrieden sind), wurde mir in die Wiege gelegt.
Als Kind in einer Sozialwohnung aufgewachsen, war wenig Geld für Bücher oder Ausflüge da. Oftmals habe ich Geschichten zwei Mal gelesen, mir auf Geburtstage und Weihnachten welche gewünscht. Der Zugang zu Geschichten, Phantasie und Wissen hat mich bis heute fasziniert.
In meiner Freizeit war ich auch oft mit anderen Kindern im nahen Wald unterwegs, oder erhielt Einblick in die anderen Familien. Letzteres hat mich sehr fasziniert: was tun andere? wie leben sie? welche Sorgen, Freuden? wie gehen sie miteinander um? Aus diesen Fragen entstand dann, viel später, mein Berufswunsch. Als Sozialpädagogin konnte ich dann mit viel Fachwissen und noch mehr Interesse Menschen begleiten, unterstützen und an ihrer Entwicklung teilhaben. Diese Leidenschaft ist mir bis heute geblieben.
Meine beruflichen Erfahrungen
Sozialpädagogik und Heilpädgogik im Einklang prägen die letzten Jahre:
- Begleitung von Kindern und Erwachsenen mit Beeinträchtigungen (mehrfach, geistig, psychisch beeinträchtig; oft in Kombination mit ADHS und/oder ASS)
- Begleiten, Erziehung und Coaching von Jugendlichen in zivil- und strafrechtlichen Prozessen
- Coaching von Kindern und Jugendlichen bei Schulausschlüssen (oft mit ADHS oder ASS)
- Begleiten und Fördern von Kindern und Jugendlichen mit Lernschwächen
- Führung von Teams im sozialen Kontext (unter anderem an einer Time-out Schule in Thun)
Meine Motivation
Nach jahrelanger Führungstätigkeit mit gleichzeitigem Begleit- und Coaching Auftrag wollte ich, nach einer Standortbestimmung, noch einmal die Weichen stellen: mein Fokus richtete sich dabei auf die Kinder und Jugendlichen mit ihren Eltern, welche meine Unterstützundg brauchen und nutzen möchten.
Ausbildungen als Konzentrations- und Verhaltenstrainerin, sowie das Studium zur LRS- und Dyskalkulietrainerin folgten. Seit fünf Jahren arbeite ich an einer Thuner Primarschule als Speziallehrperson. Dies werde ich auch weiterhin sein - der Trubel, die Kinder, das Kollegium und der Austausch bereitet mir viel Freude.
Aber noch etwas mehr anbieten zu dürfen, noch spezifischer und fokussierter Menschen begleiten zu dürfen, ist ein lang gehegter Wunsch. Anderen Menschen beim Lernen zu unterstützen und Freude dafür zu wecken ist meine grosse Leidenschaft.
Mit 57 Jahren freue ich mich auf die neue Herausforderung und zitiere gerne noch einmal Steve de Shazer:
... was funktioniert, mach mehr davon..."